Haute Route Alps 2021

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Haute Route Alps 2021

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Herzliche Gratulation an Nicola Hegglin


Nicola Hegglin: Start war um 0700 Uhr.
Es war der längste neutralisierte Start. Zum Glück nicht mehr so frisch am morgen wie die anderen Tage. Wir sind ja schliesslich nicht mehr weit vom Meer entfernt.

Der Col de la Couilolle (16,1 & 7,2%) war heute der erste und der längste und steilste Anstieg. Ich erkannte wieder bekannte Gesichter von den ersten 1. und 2. Etappen.
Ich hatte einen sehr guten Rythmus gefunden und es ergab sich, so auf den letzten 10 km, eine gute Gruppe. Die GC Leaderin, aus Dänemark die in Zürich lebt, war auch in dieser Gruppe.

Auf den letzten 2 bis 3 km konnte ich mich von der Gruppe absetzen. Oben gab es eine Verpflegungsstation, aber die Zeit wurde erst nach ein paar km Abfahrt gestoppt. Also ganz schnell Wasser auffüllen und dann schnell in die Abfahrt um zu den andern wieder aufschliessen zu können von denen ich mich abgesetzt habe.
Da meine Bergabfahrskills gut bis sehr gut sind, oder sagen wir so, besser als die von dieser vor mir fahrenden Gruppe, konnte ich wieder aufschliessen. Und mich sogar wieder distanzieren.
Nach der Ankunft über die Zeit Linie kam die schöne, lange Abfahrt durch ein extrem schönes Tal, mit rotem Gestein.

Vor dem Saint Raphaël wurde wieder die Zeit genommen. Sobald ein paar los fuhren hängte ich mich gleich daran und andere natürlich auch. Es ergab sich eine 10 Mann grosse Gruppe, mit 2 Schwenden vorne weg.
Nach dem Anstieg kam eine kleine Abfahrt, wo mit wieder etwas bekanntes passiert ist. Als ich vom kleinen Kettenblatt aufs grosse Kettenblatt geschaltet habe, wurde die Kette sozusagen vom Wechsler über das grosse Kettenblatt drüber geworfen. Also musste ich wieder mal während der Abfahrt die Kette aufs grosse Kettenblatt draufziehen.
Dann gab es wieder eine Food Station. Ich brauchte leider schon wieder Wasser und zum Glück sind diese 2 Schweden auch raus gegangen. Die andern sind weiter gefahren.
Mit den zwei Schweden konnte ich bis unten wo der erste Teil vom Anstieg auf den Vence anfing mithalten.
Ich wusste das ich eigentlich dran bleiben müsste, da nachher ein längeres ganz leicht bergab Stück kommt. Aber die Beine wollten nicht mehr mit den Schweden mithalten. So bin ich also bis etwa 10km vor dem Ziel alles alleine gefahren.
In der Zwischenzeit ist mir wieder mal die Kette über das grosse Kettenblatt gefallen! Und in der Aufregung ist mir dann noch, beim zurückstecken den Bidon runter gefallen.
Ca. in der Mitte des zweiten Anstieges zum Vence (Ziel) hoch, kam von hinten ein Schweizer Schnellzug bei dem ich mich gleich angekoppelt habe.
Bevor die zweier Gruppe gekommen ist wollte ich mir noch eigenen Gel reinziehen. Dabei ist mir die halbe Verpflegung die ich noch im Trikot hatte rausgefallen.
Also wie schon gesagt konnte ich auf den letzten km von einer sehr starken Lokomotive profitieren.
Und als der Nicola das Ziel sah, öffneten sich plötzlich die Beine und als wäre ich erst gerade frisch gestartet, kam der Power für einen Schlussprint den ich so zu sagen gewonnen habe.

Nun das war sie jetzt  die Haute Route Alps 2021.
Es hat riesieg Spass gemacht. Trotz den strapatzen die man FREIWILLIG auf sich genommen hat "in den Ferien". Leider hat der tragische Unfall mit Lukas, das ganze schon überschattet.
Vielleicht an dieser stelle noch ein Update zu Lukas:
Ihm geht des den Umständen entsprechend gut. Wurde vorgestern im Gesicht und am Fuss operiert und hatte gestern die Rechenoperation. Wenn alles gut verläuft sollte er schon am Dienstag oder Mittwoch mit der Rega zurückzog uns in die Schweiz geflogen werden.
[21:03, 29.8.2021] Nicola Hegglin: Gestern Abend gab es noch die grosse Abend-Abschlussgala.
Und heute morgen hiess es um 6 Uhr aufstehn damit man rechtzeitig am Flughafen ist um zurück ? nach Zürich zu fliegen.
Der Flug war einwandfrei.
Am Flughafen Zürich wurden wir (Manny, Haute Route Freund von Lukas und ich), trotz ohne Lukas, von seiner Family empfangen .

In diesem Sinne ist dieses Abenteuer und die gewonnene Lebenserfahrung zu Ende.
Und wer weiss , vielleicht gibt es ein weiteres mal eine Haute Route, zu Ehren von Lukas.
Natürlich sehr gerne wieder mit ihm, wenn er wieder fit und gesund ist und denn Drahtesel  nicht für immer an den Nagel hängt.

Ich wünsche euch eine gute Zeit und bis bald mal.
Liebe Grüsse Nicola